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Erfahrungen

Hier finden Sie Erfahrungen der Kursteilnehmer. Weitere Berichte folgen.

K. Girgensohn:

Ich habe von dem Kurs erwartet, dass ich mehr über die beiden Kirchen lerne. Da ich erst mit 17 und fast ohne Vorbereitung getauft wurde, fehlen mir oft die Grundlagen. Bei meiner Taufe habe ich nicht mal gewusst, dass es mehrere Kirchen, als die katholische gibt.

Entgegen meinen Erwartungen haben wir im Kurs mehr über die Gemeinsamkeiten der Kirchen gesprochen als über die Unterschiede. Ich habe für mich festgestellt, dass die Kirchen sich wunderbar ergänzen. Was die eine zu wenig hat, hat die andere dafür mehr.

In der evangelischen Kirche trifft sich eine kleine Gruppe junger Leute zu einem offenen Gesprächskreis. Auf Anregung des Ökumenekurses bin ich dorthin zum schnuppern gegangen und bin dort hängen geblieben. Die Kontakte, die ich durch das Ökumenekurs geknüpft habe, haben und werden mein Leben sicherlich ganz viel bereichern.

Da ich mich während des Kurses mit dem Thema Ökumene intensiv auseinander setzen musste, frage ich mich jetzt am Ende, wie es für mich mit der Ökumene weitergeht. Da mir das Thema in meinem Leben immer wieder begegnet, frage ich mich, ob das vielleicht der Platz ist, an dem mich Gott haben möchte? Ist es vielleicht meine Aufgabe anderen Menschen für Ökumene die Augen und das Herz zu öffnen?




R. Girgensohn

Mein Name ist Roland Girgensohn, ich bin evangelisch, während meine Frau Katerina katholisch ist. Man könnte uns als ein „Brückenpaar“ zwischen den Konfessionen bezeichnen, und deshalb sind wir zum Ökumenekurs gegangen: wir hatten immer schon gemeinsam sowohl evangelische als auch katholische Gottesdienste besucht, und nun wollten wir mehr lernen über die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten zwischen den Konfessionen.

 

Die Idee des Kurses war also, daß die Teilnehmer zu allen möglichen Veranstaltungen der jeweils anderen Kirche gehen, nicht nur zu den Gottesdiensten, sondern auch zu Haus- und Bibelkreisen, Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatssitzungen, Gebeten und Meditationen. Bei den Treffen des Kurses wurden dann die Erfahrungen ausgetauscht, während die beiden Leiter für Hintergrundinformationen aus ihrer jeweiligen Sicht sorgten.

 

Ich muß sagen, daß sich auf diese Weise für mich der Blick für die andere, aber auch für die eigene Konfession geschärft hat. Ohne jetzt auf einzelne Details einzugehen, ist insgesamt deutlich geworden, daß es natürlich Unterschiede gibt in der Religionsausübung und teilweise im Religionsverständnis – daß aber die Grundlage für beide Konfessionen dieselbe ist: nämlich der Zugang zu Gott über Jesus Christus. Und wenn man gewissermaßen einen Schritt zurücktritt und diese Grundlage in den Blick bekommt, dann erscheinen die Unterschiede plötzlich verschwindend gering.




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